Projekttag „Konstruktiver Umgang mit Konflikten“ an einer Grund-, Haupt- und Realschule
TrainerInnen: Christian Geißler, Mari-Annukka Lechte, Frauke Wilhelm
Hintergrund
Im Rahmen eines Projekttages wurde in der Schule das Thema ‚Gewaltprävention’ bearbeitet. KoMeT erhielt den Auftrag, für eine zehnte Klasse den Vormittag zum konstruktiven Umgang mit Konflikten zu gestalten. Neben KoMeT waren andere Angebote und Anbieter, wie das ikm und die Polizei, vertreten.Die 10. Klasse bestand aus 25 SchülerInnen, von denen drei zwei Jahre zuvor an einer Streitschlichterausbildung teilgenommen hatten. Die Klassenlehrerin war die überwiegende Zeit des Trainings dabei. Thematisch wurde die Sensibilisierung für Konflikte und das eigene Konfliktverhalten, die Bedeutung der Schuldfrage und mögliche Hintergründe von Auseinandersetzungen behandelt. Der Umfang betrug 6 Schulstunden.
Durchführung
Wir stießen mit unserem Programm auf eine engagierte Klasse, die sich darüber hinaus durch ihre Reflektionsfähigkeit und sprachliche Kompetenz auszeichnete. Die Schüler und Schülerinnen waren insgesamt sehr angetan von dem Vormittag. Besonders gut hat ihnen die Geschichte von Marco & Laura, das Rollenspiel und das Barometer zur Reflektion des eigenen Verhaltens in Konflikten gefallen. Die Übung zum Zuhören hinterließ einen eher negativen Eindruck, was vor allem an der zeitlich knappen Umsetzung und den gewählten Gesprächsthemen lag.Fazit
Die Klassenlehrerin hat sich am Tag danach mit einer positiven Rückmeldung bedankt und bekommt auf ihren Wunsch die verwendeten Flipcharts als Fotoprotokoll; weil es so schön ist, ein kleiner Ausschnitt aus dem Rückmelde-Fax: „Selten haben wir auf ein Projekt von Seiten der Schüler, Lehrer und Eltern eine so begeisterte Resonanz erhalten wie zu unserem Tag der Gewaltprävention Am Abend des Projekttages traf ich per Zufall einige Schülerinnen, die mir begeistert über ihre Gruppe und das, was sie für sich gelernt hatten, erzählten. [...] Zahlreiche Eltern haben mich in den letzten Tagen angesprochen und bekräftigt, wie wichtig sie es finden, das Thema Gewaltprävention in den Blick zu nehmen. Wie werden nun versuchen, die „Saat“, die Sie an diesem Tag gelegt haben, langfristig im Unterricht zu nutzen und werden uns nachhaltig mit diesem Thema auseinander setzen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre kompetente Unterstützung!“
Ein Training mit einer Gruppengröße von 25 SchülerInnen kann gut gelingen, wenn es sich um eine so interessierte und kooperative Gruppe handelt, wie wir sie hier angetroffen habe. Die Momo-Übung sollte mit Zeit und Muße durchgeführt werden, damit die positive Qualität des Zuhörens erlebt werden kann.
