Unter dem Schlagwort Entflechtung betrachtete Alexander Redlich das Spannungsfeld zwischen „sich lösen“ und „sich binden“. Eine zentrale Frage in wohl jeder Mediation- Sein Plädoyer die Frage der Entflechtung nicht als eine Entweder-Oder-Frage zu betrachten, aber doch als Frage die sich ein Mediator systematisch in jeder Mediation stellen sollte.
Vieles ist im virtuellen Raum grundlegend anders. Deshalb habe ich bei mir selbst und auch bei Kolleg*innen anfänglich großes Zögern erlebt, weil online schlicht vieles nicht so funktioniert wie in einem realen Raum. Da ruckelt das Bild, da hallt die Stimme, die Visualisierung ist nicht so einfach. Für die digital affinen Menschen unter uns ist…
Ein typischer Moment meiner Arbeit: Irritiert halte ich kurz inne. Irgendetwas passt nicht so zusammen, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn es mir gelingt, versuche ich solchen Irritationen nachzuspüren. Denn oft verweisen sie auf kleine Stolperfallen meiner Arbeit. Das gelingt mir mal besser (siehe mein Beitrag zur Auftragsklärung), mal weniger gut. Neulich erhielt ich…
Vielleicht kennen Sie als Mediatorin oder Mediator das auch: Am Ende eines intensiven Mediationstermins, in dem gerungen wurde um Verständnis für sich, füreinander und für eine konstruktive gemeinsame Entwicklung und in dem zwischenzeitlich vielleicht sogar fraglich war, ob es überhaupt voran – statt rückwärts, seitwärts oder im Kreis – gehen würde, sagt eine Partei im…
„Und ich bin nicht der einzige, dem das auffällt…“ „Die anderen sehen das genauso…“, „Alle sind davon genervt…“. So oder so ähnlich höre ich in Mediationen sehr oft, wie Konfliktparteien ihre Ansichten oder Wahrnehmungen untermauern. Meine Meinung wird von mehreren getragen; ich stehe hier nicht alleine! So nachvollziehbar dieses Manöver auch sein mag, so wenig…
Diese Woche habe ich mit Kollegen an einem neuen Ausbildungscurriculum zur Mediation in Gruppen gearbeitet. Wir sammelten Methoden und Interventionen, die wir nutzen und im Rahmen von Weiterbildung vermitteln. Im Laufe des Prozesses hatte ich eine kleine Erkenntnis, die ich hier gerne teilen möchte. Im Laufe des Brainstormings wurde mir klar, dass die Interventionen unterschiedliche Zielsetzung verfolgen: Da sind zum…
Es gibt sie alle, die recht gelungenen/erfolgreichen, die weniger oder teilweise erfolgreichen und die „ah, irgendwie war das noch recht sperrig…“- oder auch „na, aber hoffentlich fruchtet sie irgendwann“…-Mediationen. Mediationen, wo ich mich als Mediatorin freue, wenn ich höre, dass die Teilnehmer*innen zumindest etwas für sich mit nach Hause nehmen konnten, und sei es die…
Diplom Psychologe Moritz Meyer ist freiberuflicher Berater und Trainer. Seine Schwerpunkte sind Konflikt- und Verhandlungsberatung sowie Teamentwicklung und Workshopmoderation. Er ist Dozent an verschiedenen Universitäten u.A. mit den Themen „Kritisches Denken“, „Persönlichkteitsentwicklung“, „Verhandlung und Konfliktberatung“. Er hat am Zentrum für Schlüsselkompetenzen an der Universität Hamburg gearbeitet und viele Seminare für interaktionsorientierte Hochschuldidaktik in Osteuoropa, Asien und China gegeben. Seine Trainersprachen sind Deutsch und Englisch.
Moritz Meyer is a psychologist, consultant and trainer. He specialises in conflict and negotiation counselling as well as team development and workshop facilitation. He is a lecturer at various universities on topics such as „critical thinking“, „personal development“, „negotiation and conflict counselling“. He has worked at the Centre for Key Competencies at the University of Hamburg and has given many seminars on the didacics of interaction-oriented higher education in Eastern Europe, Asia and China. He works with his clients in German and English.
Arbeitsschwerpunkte
Qualitätsmanagement
Studiengangsentwicklung
Hochschuldidaktik
„Es ist nicht entscheidend, was ich sage, sondern was der andere hört.“ Vera F. Birkenbihl
Kurzprofil
Diplom Psychologe, Konfliktmediator & Problemberater. Ausbildung an der Universität Hamburg (Schwerpunkte Beratung und Training, 1999-2005), Begleitend Ausbildung zum Konfliktmediator. Aufbau des Zentrums für Schlüsselkompetenzen an der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (2007-2008), Dozent am Institut für Psychologie (2009-2014), Forschung im Bereich der Konfliktdiagnostik. Freier Berater (seit 2005).
„Auseinandersetzungen sind anstrengend und kosten Zeit. Sie sind es aber wert, geführt zu werden, wenn es gerecht, aufgeklärt, würdevoll und nicht manipulativ zugehen soll. … Manchmal helfen sie uns, mündiger als bisher zu erkennen, wo es gilt, mutiger zu werden und Änderbares zu verändern – oder mit nicht Änderbarem einen anderen Umgang zu finden. … Meine Führung durch das konfliktreiche Gelände soll darum ehrlich, kritisch und auf Augenhöhe angelegt sein.“
Kurzprofil
Psychologe, Betriebswirt, Mediator. Nach kfm. Ausbildung und Studium Tätigkeit in Unternehmensberatungen, systemische Beratungsausbildung. Seit 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie („Beratung und Training“) bei Prof. Alexander Redlich und Prof. Schulz von Thun. Seit 2006 Aufbau des universitären Weiterbildungsganges „Konfliktberatung und Mediation“. Leiter des Zentrums für Schlüsselkompetenzen der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft (2008-2014), heute „Fachüberschreitendes Studium“ der Fakultät für Erziehungswissenschaft. Seit 2012 zusätzlich Handlungsfeldleitung im Universitätskolleg der Universität Hamburg.
Arbeitsschwerpunkte
Einzelcoaching in Konflikten
Moderation von Gruppen und Arbeitsteams
Begleitung und Moderation von zivilgesellschaftlichen Großgruppen und Prozessen
Irgendwie hat „es“ mich privat und beruflich immer wieder zum Thema „Gruppe“ gebracht: 4 Jahre Projektstudium, 25 Jahre Wohngemeinschaft, 3 Jahre Promotion über Schulklassen, 10-Jahres-Projekt über soziale Gruppenarbeit, 4 Jahre Forschung zur Sozialen Architektur von Gruppen und seit über 20 Jahren Konfliktmoderation mit Gruppen. Irgendwann habe ich es gemerkt, aber das unergründliche Phänomen der menschlichen Gruppe hat mich immer noch nicht losgelassen. Warum funktionieren Gruppen überhaupt?
Kurzprofil
Diplom-Psychologe, Lehrer, Sozialpädagoge, Professor für Pädagogische Psychologie im Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg. 1. Vorsitzender im Vorstand von KoMeT e.V.
Arbeitsschwerpunkte
Konfliktmoderation in Gruppen
Konfliktmoderation zwischen Gruppen
Supervision für Teamentwicklungs- und Mediationsprojekte
Kurzprofil
Diplom-Psychologin, Mediatorin und Konflikt-Coach, 46 Jahre, lebt seit 1999 in Deutschland. Seit 2011 bilinguale Trainerin in DAAD-Projekten „Ost-West-Dialog“. Dozierende an der Internationalen Berufsakademie. Moderatorin und Seminarleiterin für Kommunikation, Führung, Prävention. Psychologische Beraterin und Coach für Fach- und Führungskräfte.
Beratung und Training für MigrantInnen (berufliche Umorientierung, Weiterbildung)
Prozessbegleitung, Teamentwicklung
Moderation Veranstaltungen online/offline
Konfliktberatung und Mediation
Kurzprofil
Soziologe (M.A.), Dipl.-Sozialwirt, Organisationsberater, Mediator und Dozent. Sozialwissenschaftliches Studium in Hamburg und London (1990 – 1996). Zuvor berufstätig als Bankkaufmann und Erwachsenenbildner (1981 – 1989). Seit 1996 als Organisationsberater, Projektmanager, Mediator und Fachbuchautor tätig. 2004 Gründung der PRAXIS FÜR SOZIALWISSENSCHAFTLICHE ORGANISATIONSBERATUNG mit den Leistungsbereichen Organisationsentwicklung, Projekt- und Konfliktmanagement, Gender Mainstreaming und Sozialforschung. Berufsbegleitende Ausbildung zum Mediator nach den Qualitätskriterien des Bundesverband Mediation e.V. (BM). Mitglied im Bundesverband Mediation e.V., Komet e.V. und in der Mediationszentrale Hamburg e.V.
Arbeitsschwerpunkte
Konfliktmanagement und Prozessberatung in Organisationen, Unternehmen und Verbänden
Konfliktmoderation für kommunale Institutionen, Wohnungsbaugesellschaften, Wohnprojekte und Wohnungseigentumsgemeinschaften
Mediation in Gruppen, Teams, Nachbarschaft und Familien
Trainings und Workshops für Führungskräfte und Interessenvertretungen zu den Bereichen
Konfliktklärung für Gruppen, Teams und Einzelpersonen (Gewaltfreie Kommunikation, Stressmanagement, lösungs- und ressourcenorientierte Dialoge)
Kommunikationspsychologische Modelle, Kommunikation und Geschlecht/Diversität
Führungskompetenz und Konfliktmanagement in Organisationen (Resilienzförderung, Feedbackkultur, gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung)
Workshops zur Teamentwicklung und zur strategischen Arbeitsplanung
„Ein Problem an Auseinandersetzungen ist nicht der Austausch, sondern der nicht stattfindende Austausch. Konflikte lassen sich nicht verdrängen und werden sich ihren Weg suchen. Um diesen Weg strukturiert und nicht eskaliert zu gehen, will Streiten gelernt werden, genauso die Formulierung der eigenen Positionen und Bedürfnisse, damit eine Chance besteht, sich gegenseitig zu verstehen. Dissonanzen untereinander sind wertvoll und sollten nicht übergangen oder ignoriert werden: Jeder Konflikt hat ein Recht zu leben.“
Kurzprofil
Psychologin (M.Sc.), Mediatorin, Kassenwarten von KOMET e.V., Kommunikationsberaterin bei der Lufthansa Technik AG
Arbeitsschwerpunkte
Mediation
Konfliktmoderation
Kommunikation (Beratung, Training)
Paarberatung
Psychologische Beratung
„Aufeinander zugehen oder zurückweisen und sich abgrenzen. Konkurrieren oder kooperieren. Zwei Pole die uns in Konflikte und bei ihrer Lösung fordern. Sie in einer Balance zu halten fordert mich im Alltag und hat mich im Konflikt an meine Grenzen geführt. Mit Dritten eben hierzu einen Weg zu finden, fasziniert mich in der Konfliktarbeit.“
Kurzprofil
Diplom Psychologe, Berater, Mediator und Trainer. Seit 2005 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg: zunächst am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie bei Prof. Schulz von Thun, dann am Zentrum für Schlüsselkompetenzen der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft.
Arbeitsschwerpunkte
Teamentwicklung, Mediation, Konfliktmoderation
Prozessberatung und -begleitung
Beratung bei komplexen Problemen, wie z.B. Strategieentwicklung, Moderation von Arbeitszirkeln
Entwicklung und Projektsupervision von Blended-Learning Weiterbildungsprogrammen
Evaluation und wissenschaftliche Begleitung von Bildungs- und Innovationsprojekten
Kurzprofil
Nadschja Müller-Using ist selbständige Diplom Psychologin, Beraterin und Trainerin. Nach ihrem Studium der Psychologie an der Universität Hamburg mit dem Schwerpunkt Kommunikationspsychologie, sowie Weiterbildungen zur Konfliktberaterin und Mediatorin, begleitet sie seither Menschen und Firmen in Fragen rund um das unerschöpfliche Thema „Miteinander reden“.
Arbeitsschwerpunkte
Trainings zu Themen aus der Kommunikationspsychologie
Trainings speziell für Frauen (Rhetorik, Führung)
Beratung und Training für Berufseinsteiger (Orientierung, Bewerbungstraining)
Dr. habil. Nils Zurawski, Soziologe, Kriminologe, Ethnologe, arbeitet an der Universität als Wissenschaftler, u.a. in der Friedensbildung und Konfliktforschung (z.B. zum Friedensprozess in Nordirland); er arbeitet als freier Meditator u.a. für die Konfliktberatung der Universität Hamburg, hat langjährige Erfahrungen im Vereinswesen und kennt die dortigen Konfliktlagen und möglichen Schwierigkeiten. Mediator seit 2015.
Diplom Psychologin, Coach, Mediatorin und Trainerin. Seit 2006 Mitarbeiterin der Universität Hamburg: zunächst an der Fakultät für Rechtswissenschaft im Bereich Lehrentwicklung, dann in der Stabstelle Organisationsentwicklung zur Unterstützung des Changemanagements in der Universitätsverwaltung.