Attributionen im Konflikt. Die Subtilgen Kriegsführung der Konfliktparteien
„Von einem vernünftigen und erwachsen Menschen kann man erwarten, dass er seine Kritik ruhig und sachlich einbringt.“ oder „Wer ein integrer Mensch ist, der hätte sich auf eine solche Absprache niemals eingelassen!“ Solche verallgemeinernden Zuschreibungen begegnen mir in Konflikten fortwährend. Als Mediatoren reformulieren wir solche Statements und arbeiten die dahinterliegenden Interessen und Bedürfnisse heraus: „Ich möchte mit in ruhigen Ton und mit Respekt angesprochen werden“.
Warum aber haben derlei Aussagen so viel Sprengkraft Konflikte zu befeuern. Eine genaeuere Betrachtung derlei normativer Aussagen lohnt, da sie dem Mediator zugleich eine Leitlinie für den Umgang mit der Konfliktkommunikation gibt.
- Persönliche Verantwortung: Da ist zum einem, dass der Sprecher keine persönliche Verantwortung für seine Kritik übernimmt, sondern sich vielmehr hinter normativen Regel („das tut man so“) versteckt. So nimmt er seinem Gegenüber jede die Möglichkeit des diskursesDiskurses: Nicht mich stört, sondern man tut es einfach nicht!.
- Verallgemeinerung: Der Adressat wird einer Kategorie/Gruppe von Mensch zugeordnet bzw. von einer ausgeschlossen (Die VernüftigenVernünftigen, die ErwachesenenErwachsenen) . Damit und ihm damit deren deren Eingeschaften implizit zugeschrieben oder abgesprochen.
- Moralische Verurteilung: Wer ein guter Mensch sein will, muss meinen Maßstab gerecht werden. Die implizite Du-Botchaft solcher Aussagen: „Du bist ein schlechter, unvernüftiger, nicht integrer Mensch!“. Diese Aussage läuft Gefahr das Selbstbild des Konfliktpartner zu bedrohen. Er wird sich fragen, wie stehe ich da und sich aufgefordert fühlen sich zu verteidigen.











